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Oberstufenschüler/innen tauschen Schulbank gegen Hörsaal |
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Chirurgie, Architektur der Neuzeit und Moderne, Einführung in die Kommunikationswissenschaften, Anorganische Chemie, … Das ist nur ein kleiner Einblick in die Stundenpläne der dreizehn Schüler/innen der Stufe 11 der Gesamtschule Olfen, die im Rahmen des Dualen Praktikums für eine Woche Vorlesungen, Übungen und Seminare der Universität Duisburg-Essen besucht haben.
Jugendliche stehen heute vor einer Vielfalt weiterführender Bildungsmöglichkeiten. Mit der Freiheit, sich selbst entscheiden zu können, wächst das Risiko, sich falsch zu entscheiden. Neben der hieraus entstehenden Unsicherheit erhöhen allzu vage Vorstellungen von akademisch geprägten Qualifikationsverläufen und Tätigkeitsbereichen den Bedarf an konkreten Entscheidungshilfen zur Studien- und Berufsorientierung. Die Oberstufe der Gesamtschule bietet leistungsstarken Schüler/innen das Duale Informations- und Orientierungspraktikum als eine mögliche Entscheidungshilfe an. Im Rahmen des für alle Schüler/innen des Jahrgangs 11 verbindlichen Fachpraktikums verbringen interessierte Schülerinnen und Schüler zunächst eine Woche an der Universität in einem qualifizierenden Studiengang und hospitieren anschließend eine Woche in einem dazu passenden Berufsfeld. So hat sich z.B. eine Schülerin für ein Medizin-Studium entschieden und absolviert ihr Praktikum in einem Krankenhaus, eine andere hat sich ein Lehramtsstudium angesehen und geht in der folgenden Woche in eine Grundschule. 
Das Duale Orientierungspraktikum ermöglicht so exemplarisch Einblicke sowohl in die akademische Qualifizierungsphase eines Studiengangs als auch in die korrespondierende berufliche Praxis. Nach dem Praktikum reflektieren die Teilnehmenden ihre Erfahrungen mit Hilfe der betreuenden Lehrerinnen, der Referendarin Stamatia Gaki und der Koordinatorin für Berufsorientierung der Sek. II, Anke Käding. Sie haben in der Schule die organisatorischen Rahmenbedingungen für das Praktikum geschaffen und die Schüler/innen auf das Duale Praktikum vorbereitet. Weitere Unterstützung kam von der Universität Duisburg-Essen, die den Schulen mit Nancy Guderjan eine Ansprechpartnerin zur Seite stellt. Sie hilft den Schüler/innen bei der Wahl eines geeigneten Studienfachs, prüft die erstellten Stundenpläne und informiert über organisatorische Abläufe an der Uni. Ein Duales Orientierungspraktikum erfordert viel Eigeninitiative und Selbständigkeit von den Schüler/innen: Erstellen eines Stundenplans, Orientierung in der Uni, Suche eines betrieblichen Hospitationsplatzes, aufwändige Anfahrt mit Bus und Bahn. Anstrengungen, die sich nach Ansicht der teilnehmenden Schüler/innen gelohnt haben. So sind die Rückmeldungen bei der Abschlussveranstaltung der Uni durchweg positiv: Alle haben die Woche an der Uni Essen als interessant und aufschlussreich wahrgenommen und empfehlen die Teilnahme an dem Dualen Praktikum für den künftigen Jahrgang 11 weiter. |