|
Drei Tage lang haben sich die Schüler/innen der Jahrgangstufe 11 in einem Seminar mit ihrer Studien- und Berufswahl auseinander gesetzt.
Durchgeführt hat das Seminar die Unternehmensberatung „Data Consult Services“, vertreten durch Stephan Bulheller und sein Berater-Team. Bulheller, ausgebildeter Psychologe, verfügt über jahrelange Erfahrung in der Entwicklung, Konzeption und Durchführung von Einstellungstests.Als Einstieg führte er die Schüler/innen praxisorientiert an das Thema Eignungsdiagnostik heran. Nach der Vorstellung und Diskussion verschiedener Bearbeitungsstrategien und dem Abwägen von Vor- und Nachteilen absolvierten alle einen umfassenden dreistündigen Test. Hochkonzentriert arbeiteten die Schüler/innen mit Laptops an den Tests zu kognitiven Strukturen im sprachlichen und mathematischen Bereich, zur Raumvorstellung, zum logischen Denken und Schlussfolgern, zu beruflichen Basiskompetenzen und zur Konzentrationsfähigkeit.
Jeder Einzelne hat so einen praktischen Einblick bekommen, was in einer Bewerbungssituation nach der Schule auf ihn zukommt. Zudem wurden die individuellen Ergebnisse in einer knapp dreißigseitigen Mappe ausgewertet und in Einzelberatung erläutert. Die beratenden Psychologen haben dabei auch auch Wege aufgezeigt, Kompetenzen auszubauen und an Schwächen zu arbeiten. Teil der Auswertungsmappe sind auch Berufsvorschlägen sowie eine Rückmeldung über den Stand des einzelnen Schülers in der deutschlandweiten Vergleichsgruppe. So konnte jeder Einzelne sehen, wo er mit seinen Leistungen in der Welt außerhalb der Schule steht. In einem so genannten „Matching“ integrierten die Lernenden ihre beruflichen Interessen, die Anforderungen und ihre Kompetenzen zu einen künftigen Berufsziel. Intensiv wurde sich anschließend mit Inhalten und Modalitäten des gewählten Berufsbildes auseinander gesetzt, unterstützt durch die Trainerinnen und Trainer. In dem abschließenden Rückblick auf die Veranstaltung zeigte sich bei den Oberstufenschüler/innen große Zufriedenheit: So haben sich bei manchen Berufsvorstellungen neu herausgebildet, bei anderen haben sie sich gefestigt oder konkretisiert. Für viele war die Testsituation eine wichtige Erfahrung, die sie gelassener an zukünftige Bewerbungen denken lässt. Auch Überraschung in Bezug auf die Testergebnisse kam hier noch einmal zur Sprache, denn nicht in allen Fällen waren Schulnoten und Testergebnisse deckungsgleich. Ein gelungenes Konzept – finden nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die begleitenden Lehrer Verena Kopper, Anke Käding und Frank Seiler. Finanziell unterstützt wurde das Seminar durch Gelder des landesweiten Projektes „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ der Stiftung „Partner für Schule“. Mit Hilfe dieser Gelder hat die Gesamtschule Olfen vor zwei Jahren das Berufsorientierungsbüro BOB+ in der Schule eingerichtet. Seitdem wird das BOB+ von den Schülerinnen und Schülern aktiv genutzt: Sie kommen um Bewerbungen zu formulieren, im Internet nach Ausbildungsplätzen zu recherchieren und sich mithilfe einer umfangreichen Materialsammlung über Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten zu informieren. Gleichzeitig dient das BOB+ als Ort für Beratungsgespräche und als Zentrale zur Koordinierung der Maßnahmen der Berufsorientierung an der Schule: Hier organisieren die für die Studien- und Berufsorientierung zuständigen Lehrkräfte ihre Arbeit. Im vergangenen Monat hat die Stiftung „Partner für Schule“ erneut eine Fördersumme bewilligt: Mit 6000 € werden in diesem Jahr berufsorientierende Maßnahmen im Rahmen des BOB+ unterstützt. Schulleiterin Anne Jung und die Koordinatorin des BOB+, Anke Käding, schätzen sich glücklich über diese hohe Fördersumme: „So können wir unseren Schülerinnen und Schüler eine optimale Unterstützung bei ihrer beruflichen Orientierung bieten.“ |